ERE: Verdienen Sie Geld mit jeder geladenen Kilowattstunde
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es in den Niederlanden das System der Emissionsminderungseinheiten (ERE). Jede Kilowattstunde, die an einer registrierten Ladestation geladen wird, generiert handelbare Zertifikate. Diese Zertifikate entsprechen einem Kilogramm vermiedenem CO₂ und werden von Kraftstoffanbietern aufgekauft, die gesetzlich verpflichtet sind, ihre Emissionen zu kompensieren. Der Verursacher zahlt – und Sie kassieren.
Dies ist keine abstrakte politische Kursänderung. Es handelt sich um eine neue Einnahmequelle, die in direktem Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur an Ihrem Standort steht.
Wie funktioniert die ERE-Berechnung?
Die Formel wurde von der niederländischen Emissionsbehörde (NEa) festgelegt. Die Anzahl der zu generierenden EREs hängt von drei Faktoren ab: dem geladenen Volumen in kWh, dem Anteil erneuerbarer Energien an diesem Strom und dem fossilen Referenzwert von 183 g CO₂ pro MJ.
ERE = geladene kWh × Anteil erneuerbarer Energien × 183 g/MJ × 3,6 MJ/kWh ÷ 1.000
Bei Netzstrom rechnet die NEa für das Jahr 2026 mit einem Anteil erneuerbarer Energien von 50,5%. Bei nachweisbarer Eigenerzeugung (Solarmodule auf dem Dach) entfällt dieser Prozentsatz und es wird 100% angerechnet. Dieser Unterschied ist ausschlaggebend für den Ertrag.
Drei Berechnungsszenarien
Szenario | Ladestationen | Strom | ERE pro Jahr | Ertrag/Jahr |
Gebäude | 10 | Gerade | ~26.600 | ~€ 2660,- |
Gebäude + PV | 10 | Eigene Stromerzeugung | ~52.700 | ~€ 5270,- |
Logistik + PV | 40 | Eigene Stromerzeugung | ~263.500 | ~€ 2.6350,- |
Bitte beachten Sie: Die oben genannten Beträge sind Richtwerte, die auf der NEa-Formel und einem Marktpreis von 0,10 €/ERE basieren. Der tatsächliche Erlös hängt vom erzielten Marktpreis, den Verwaltungskosten des Registrierungsdienstleisters und dem Anteil nachweisbar erneuerbarer Energie ab.
Was brauchst du, um buchen zu können?
Um EREs generieren zu können, muss die Messinfrastruktur stimmen. Konkret bedeutet das:
- MID-zertifizierte Zähler an allen Ladestationen (gesetzlicher Messstandard)
- Eintragung in das Register für Verkehrsenergie (REV) über einen Eintragungsdienstleister
- Klare Vereinbarungen darüber, wer bei gemeinsamer Nutzung oder Leasingkonstruktionen die Zertifikate beansprucht
- Bei eigener Solarenergie: nachweisbare Verbindung zwischen Stromerzeugung und Ladestation
Das REV steht nun für Einträge rückwirkend bis zum 1. Januar 2026 offen. Einträge für das Geschäftsjahr 2026 können bis spätestens 1. März 2027 vorgenommen werden.
Was bringt es neben den direkten ERE-Erträgen?
Der finanzielle Ertrag von EREs ist greifbar, doch der strategische Wert reicht darüber hinaus. Immobilien, die nachweislich zur CO₂-Reduzierung beitragen, schneiden bei ESG-Ratings besser ab, die Mieter, Investoren und Finanziers zunehmend als Auswahlkriterium heranziehen. Dies stärkt die Vermietungsposition und den Zukunftswert eines Gebäudes – insbesondere jetzt, da die CSRD-Berichterstattung für immer mehr Mieter verpflichtend wird.
Zusammenfassend bietet ERE drei konkrete Vorteile:
- Direkte Einnahmequelle neben den Mieteinnahmen, skalierbar je nach Anzahl der Ladestationen und Solarenergie
- Konkrete, messbare Begründung der ESG- und CSRD-Ziele
- Stärkere Marktposition bei Mietern, die auf emissionsfreie Logistik oder Mobilität setzen
Wie hilft ProfiNRG?
ProfiNRG kümmert sich um die komplette Einrichtung der Energieinfrastruktur hinter dem Zähler: von Ladestationen und Solarenergie bis hin zu Batteriespeichern und den Mess- und Erfassungssystemen, die die Abrechnung bei der ERE ermöglichen. Wir sorgen dafür, dass Technik, Verwaltung und rechtliche Vereinbarungen stimmen – damit die Erlöse auch tatsächlich eingehen.
Machen Sie Ihre CO₂-Einsparungen sichtbar – und profitieren Sie dauerhaft davon.
👉 Kontaktieren Sie uns für eine standortspezifische Berechnung: 030 341 0990 oder sales@profinrg.com